
Eine Adresse auf der Blockchain ist Ihr eindeutiger Identifikator, ähnlich einer Bankkontonummer. Sie dient dazu, Vermögenswerte zu empfangen und zu versenden sowie mit Smart Contracts zu interagieren. Das Konto stellt Ihre Entität auf der Blockchain dar, während die Adresse deren öffentliche Kennung ist. Bei Ethereum verfügen sowohl Nutzerkonten als auch Vertragskonten jeweils über eine eigene, eindeutige Adresse.
Viele Nutzer verwechseln Adressen mit Wallets. Ein Wallet ist vielmehr ein Werkzeug, mit dem Sie private Schlüssel verwalten und Transaktionen ausführen, während die Adresse lediglich der öffentliche Identifikator ist. Ein Wallet kann mehrere Adressen verwalten, und auf eine einzelne Adresse kann über verschiedene Wallet-Tools zugegriffen werden.
Adressen werden aus öffentlichen Schlüsseln abgeleitet, die ihrerseits aus privaten Schlüsseln entstehen. Der private Schlüssel ist Ihr Hauptschlüssel – nur Ihnen bekannt. Der öffentliche Schlüssel kann öffentlich geteilt werden und funktioniert wie eine „Klingel“. Die Adresse ist eine verkürzte Zeichenkette, die aus dem öffentlichen Schlüssel berechnet wird.
Bei Ethereum wird aus dem privaten Schlüssel ein öffentlicher Schlüssel generiert, der dann gehasht wird (ähnlich einem Fingerabdruck). Die letzten 20 Bytes dieses Hashs werden genommen und mit einem 0x-Präfix versehen, um die Adresse zu bilden. Auch bei Bitcoin wird der öffentliche Schlüssel gehasht, die Adressen werden jedoch unterschiedlich kodiert, weshalb verschiedene Adresstypen entstehen.
Wichtig: Sie können Ihre Adresse offen teilen, Ihren privaten Schlüssel müssen Sie jedoch offline und sicher aufbewahren. Wer den privaten Schlüssel besitzt, kontrolliert die mit der jeweiligen Adresse verbundenen Vermögenswerte.
Ethereum-Adressen beginnen in der Regel mit „0x“, gefolgt von 40 hexadezimalen Zeichen. Sie sind nicht case-sensitiv, dennoch wird in der Community das „Mixed-Case-Checksum“-Format (EIP-55) genutzt, um Eingabefehler zu minimieren.
Eine Prüfsumme dient als eingebautes Fehlererkennungsmerkmal: Dieselbe Adresse kann mit unterschiedlicher Groß- und Kleinschreibung dargestellt werden, und nur die korrekte Kombination zeigt an, dass keine Tippfehler vorliegen. EIP-55 wurde etwa 2017 eingeführt; ab 2025 verwenden die meisten EVM-kompatiblen Chains das gleiche Adressformat und die gleiche Länge.
Beim Kopieren einer Ethereum-Adresse empfiehlt es sich, die Kopierfunktion oder den QR-Code Ihres Wallets oder Ihrer Börse zu nutzen, statt die Adresse manuell einzutippen, um Fehler bei Zeichen und Schreibweise zu vermeiden.
Bitcoin unterstützt verschiedene Adressformate: Adressen mit „1“ sind Legacy-(P2PKH)-Adressen, solche mit „3“ sind Script-(P2SH)-Adressen, und Adressen mit „bc1“ sind Bech32-SegWit-Adressen. Sie dienen alle dem Zweck, Vermögenswerte zu empfangen, unterscheiden sich aber in Kodierung und Funktionsumfang.
Base58-Kodierung vermeidet leicht zu verwechselnde Zeichen (wie 0, O, I), während Bech32 eine moderne Kodierung mit stärkeren Prüfsummen und weniger Eingabefehlern ist. Der verwendete Adresstyp wird meist durch die Einstellungen Ihres Wallets oder Ihrer Börse festgelegt.
Für Bitcoin-Einzahlungen auf Gate erhalten Sie eine Adresse im jeweiligen Format des gewählten Netzwerks. Stellen Sie immer sicher, dass das Sendungsnetzwerk und das Adressformat übereinstimmen, um Cross-Network-Transfers zu vermeiden, die zum Verlust von Vermögenswerten führen können.
Eine Vertragsadresse ist ein eindeutiger Identifikator, der nach der Bereitstellung eines Smart Contracts vergeben wird – ähnlich einem „Firmenkonto“. Das Versenden von Token an eine Vertragsadresse und das „Aufrufen von Vertragsfunktionen“ sind unterschiedliche Vorgänge: Die Übertragung von Token schreibt der Adresse einfach Guthaben gut, während das Aufrufen einer Funktion führt die Vertragslogik aus.
Beispielsweise erfordert das Autorisieren und Übertragen von ERC-20-Token meist das Aufrufen von Vertragsfunktionen. Werden Token direkt an einen Vertrag gesendet, der keine Empfangslogik besitzt, können diese Token unwiederbringlich verloren gehen. Überprüfen Sie vor jeder Interaktion mit einem Vertrag dessen Echtheit anhand offizieller Dokumentation oder eines Block-Explorers, um Betrug zu vermeiden.
Bei Ein- und Auszahlungen auf Gate ist Genauigkeit bei „Netzwerk, Adresse und Memo“ entscheidend. Hier sind einige praktische Hinweise:
Schritt 1: Das korrekte Netzwerk wählen. Beispielsweise existiert USDT auf Ethereum (ERC-20), Bitcoin (Omni), Tron (TRC-20) usw. – wählen Sie das Netzwerk, das mit Ihrer externen Adresse übereinstimmt, um Cross-Chain-Fehler zu vermeiden.
Schritt 2: Das Adressformat prüfen. Ethereum-Adressen beginnen meist mit „0x“, während Bitcoin-Adressen mit „1“, „3“ oder „bc1“ starten. Nutzen Sie die Kopierfunktion oder den QR-Code, um Tippfehler zu vermeiden.
Schritt 3: Memo/Tag bestätigen. Memo/Tag ist eine zusätzliche Notiz, die auf Netzwerken wie XRP, XLM, EOS für die korrekte interne Zuordnung bei Börsen verwendet wird. Das Weglassen oder fehlerhafte Eingeben kann verhindern, dass Guthaben automatisch gutgeschrieben wird.
Schritt 4: Zuerst mit einem kleinen Betrag testen. Überweisen Sie zunächst einen kleinen Betrag, um Netzwerk und Memo zu prüfen, bevor Sie größere Transaktionen durchführen.
Schritt 5: Adress-Whitelisting nutzen. Speichern Sie häufig genutzte Auszahlungsadressen im Adressbuch von Gate und aktivieren Sie das Whitelisting, um Auszahlungen nur an freigegebene Adressen zu erlauben – das reduziert Fehler und Manipulationsrisiken.
Schritt 6: Über einen Block-Explorer verifizieren. Nutzen Sie den offiziellen Explorer Ihres Netzwerks, um Transaktionsdaten und Vertragsdetails zur Adresse zu prüfen; fahren Sie erst fort, wenn Testüberweisungen erfolgreich bestätigt wurden.
Verschiedene Blockchains arbeiten als voneinander unabhängige Systeme; Adressen sind nur innerhalb ihres jeweiligen Netzwerks gültig. Auch wenn Sie identische Adresszeichenfolgen auf mehreren EVM-Chains haben (z. B. beginnend mit 0x...), werden Vermögenswerte in jedem Ledger separat verbucht und nicht automatisch übertragen.
Für Cross-Chain-Transfers sind Bridges oder Börsen-Einzahlungskanäle erforderlich, die mehrere Netzwerke unterstützen. Das Versenden von Vermögenswerten von einem Netzwerk zum anderen unter Verwendung derselben Adresse führt in der Regel zum unwiederbringlichen Verlust der Werte. Prüfen Sie vor jeder Überweisung stets „Token + Netzwerk + Adresse“.
Address Poisoning ist eine immer häufiger auftretende Betrugsmasche: Angreifer senden eine kleine Transaktion von einer Adresse, die Ihrer optisch ähnelt, in der Hoffnung, dass Sie deren Adresse aus Ihrer Transaktionshistorie kopieren und künftige Überweisungen versehentlich an sie senden.
Tipps zur Prävention:
ENS ordnet einprägsame Namen (wie „alice.eth“) Ethereum-Adressen zu – im Prinzip ein Spitzname für die Adresse, der das Teilen erleichtert. Namen können jedoch gefälscht werden; entscheidend ist die Überprüfung der tatsächlichen Adresse.
Bei der Nutzung von ENS sollten Sie sowohl die „Forward Resolution“ (Name zu Adresse) als auch die „Reverse Resolution“ (Adresse zu Name) auf Übereinstimmung prüfen und die Historie bzw. Vertragsaktivität über Block-Explorer kontrollieren. Für die tägliche Verwaltung empfiehlt es sich, häufig verwendete Adressen im Wallet oder Adressbuch von Gate klar zu kennzeichnen, um den manuellen Prüfaufwand zu reduzieren.
Adressen sind öffentliche Identifikatoren auf Blockchains, werden aus privaten und öffentlichen Schlüsseln abgeleitet und in netzwerkspezifischen Formaten angezeigt. Ethereum und EVM-basierte Chains verwenden „0x“ plus 40 hexadezimale Zeichen; Bitcoin nutzt Formate mit „1“, „3“ oder „bc1“. Überprüfen Sie stets sowohl Vertrags- als auch persönliche Adressen anhand offizieller Quellen.
Stellen Sie bei Ein- und Auszahlungen auf Gate sicher, dass „Token, Netzwerk, Adresse, Memo“ übereinstimmen. Verwalten Sie Adressen vorzugsweise über Adressbuch und Whitelists; testen Sie kleine Beträge vor größeren Transaktionen. Um sich vor Address Poisoning oder gefälschten Adressen zu schützen, nutzen Sie vertrauenswürdige Quellen, prüfen Sie Einträge auf beiden Seiten und verifizieren Sie über offizielle Block-Explorer. Mit diesem Wissen und der Einhaltung bewährter Praktiken reduzieren Sie das Risiko für Ihre Vermögenswerte erheblich.
Wenn Sie eine falsche Adresse eingeben, werden Ihre Gelder in der Regel an diese falsche Adresse gesendet und sind nur schwer wiederzuerlangen. Überprüfen Sie Ihre Einzahlungsadresse vor dem Absenden immer sorgfältig – testen Sie nach Möglichkeit zunächst mit einem kleinen Betrag. Wenn Sie eine gültige Blockchain-Adresse eingeben, die nicht Ihnen gehört, gehen die Gelder an den Eigentümer dieser Adresse; sie können über die Plattform nicht zurückgeholt werden.
Blockchain-Netzwerke sind voneinander unabhängig; ein identisch aussehendes Adressformat auf unterschiedlichen Chains entspricht separaten Konten. Eine Ethereum-Adresse funktioniert beispielsweise nicht im Bitcoin-Netzwerk. Stellen Sie immer sicher, dass das Netzwerk der Empfangsadresse mit dem gewünschten Transfernetzwerk übereinstimmt; andernfalls gehen die Gelder verloren.
QR-Codes können manipuliert werden. Überprüfen Sie stets die ersten und letzten Zeichen jeder per QR-Code gescannten Adresse oder kopieren Sie sie stattdessen manuell. Auf Phishing-Websites oder kompromittierten Seiten verweisen QR-Codes häufig auf Adressen, die von Angreifern kontrolliert werden.
ENS-Adressen (wie alice.eth) ermöglichen die Nutzung einprägsamer Namen statt komplexer alphanumerischer Adressen für einfachere Cross-Chain-Transfers oder das Teilen in sozialen Netzwerken. Für typische Ein- oder Auszahlungen auf Gate benötigen normale Nutzer kein ENS – dies wird hauptsächlich für Dapp-Interaktionen oder Wallet-Transfers innerhalb des Ethereum-Ökosystems verwendet.
Echte Blockchain-Adressen haben feste Formate und konstante Längen – beispielsweise beginnen Ethereum-Adressen immer mit „0x“ und sind 42 Zeichen lang. Fügen Sie verdächtige Adressen in einen Blockchain-Explorer wie Etherscan ein, um sie zu prüfen; gefälschte Adressen weisen keine Transaktionshistorie auf. Vertrauen Sie niemals Vorschauen in Links – bestätigen Sie stets über offizielle Explorer.


