Am 11. März wurden Rekordhöhen bei der Aktivität im Ethereum (ETH)-Netzwerk verzeichnet, doch der Preis stieg nicht entsprechend an. Laut einem Bericht von CryptoQuant lag die Zahl der täglich aktiven Adressen bei Ethereum im Februar 2026 bei fast 2 Millionen, die tägliche Anzahl der Smart-Contract-Aufrufe überstieg 40 Millionen, und auch die Token-Transfers erreichten neue Rekorde, wobei Bereiche wie DeFi, Stablecoins und automatisierte Protokolle betroffen waren. Dennoch ist der ETH-Preis in den letzten sechs Monaten um etwa 30 % gefallen, was zeigt, dass die On-Chain-Aktivität kaum noch in der Lage ist, den Preis nach oben zu treiben.
Der Kapitalfluss ist der Haupttreiber für den Preis. Analysetools zeigen, dass ETH schneller in Börsen fließt als Bitcoin, was auf zunehmenden Verkaufsdruck hindeutet. Die Marktkapitalisierung verändert sich jährlich negativ, was bedeutet, dass mehr Kapital abfließt als zufließt. Die Einnahmen aus Transaktionsgebühren stehen ebenfalls unter Wettbewerbsdruck: Laut DefiLlama beliefen sich die Gebühreneinnahmen der letzten 30 Tage auf etwa 10,3 Millionen US-Dollar, deutlich weniger als bei Tron und Solana. Layer-2-Netzwerke wie Base leiten Transaktionsabwicklungen aus, was die Einnahmequelle der Basis-Chain verringert.
Trotzdem kontrolliert Ethereum immer noch etwa 52 % des globalen Stablecoin-Angebots, das insgesamt rund 162 Milliarden US-Dollar beträgt. Dieser Vorteil hat sich jedoch bislang nicht direkt in einer Unterstützung des ETH-Preises niedergeschlagen. Die Preisprognoseplattform CoinCodex schätzt, dass ETH im Mai 2026 die 3000-Dollar-Marke überschreiten könnte und die meiste Zeit des Jahres über 2000 Dollar bleiben dürfte, mit einem potenziellen Höchststand nahe 3673 Dollar. Bis Dezember wird erwartet, dass der ETH-Preis bei etwa 2477 Dollar liegt, was einer Rendite von rund 28 % entspricht.
Im Bereich der ETFs verzeichnete der Spot-ETF für Ethereum am 10. März einen Nettozufluss von 12,59 Millionen US-Dollar. An diesem Tag gab es bei allen neun ETFs keine Nettoabflüsse, was das anhaltende Interesse der Investoren an ETH auf lange Sicht zeigt. Trotz der Rekordaktivität im Netzwerk bleibt der Fokus des Marktes auf Kapitalflüssen und dem Verhalten institutioneller Akteure, was kurzfristige Preisschwankungen und Anlagestrategien beeinflussen könnte.